KAB - Katholische Arbeitnehmerbewegung

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Die KAB ist eine Bewegung, die Religion und Wirtschaft miteinander positiv, kreativ und produktiv verbindet. Sie tritt ein für Reformen, die den tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen gerecht werden. Es geht ihr um den Ausbau der Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schließlich strebt sie eine Neugewichtung des
Verhältnisses von Arbeit und Leben an.

Wir haben viel zu sagen:
  • den religiösen Eiferern mit der reichen Erfahrung unseres Glauben
  • den Aktienfreaks, Wirtschaftslenkern und Globalisierungsanbetern mit der Kompetenz der Erfahrung der katholischen Soziallehre.

Der  Ortsverband wurde 1954 gegründet.
Mitgliederstand am  01.01.2015: 113

Präses:                       
Leitender Pfarrer Robert Lukaschek
Buhlstr. 83
71384 Weinstadt-Beutelsbach
Telefon: 07151/2058981

Mail: rluka@t-online.de

1. Vorsitzender:          
Norbert F. Wenzel             
Stuttgarter Str. 71  
73630 Remshalden              
Telefon: 07151/73204

Samstag, 26. Januar, 20 Uhr
Hauptversammlung Gemeindesaal St. Michael

Samstag, 16. Februar, 14.30 Uhr
Frauennachmittag Gemeindesaal St. Michael

Samstag, 23. und Sonntag, 24. März
Altkleidersammlung der „Aktion Hoffnung“ Jugendraum St. Michael

Sonntag, 24. März, 10.45 Uhr
Solidaritätssonntag
Kirche und Gemeindesaal St. Michael

Sonntag, 14. April, 11.45 Uhr Palmsonntag
Gemeindesaal St. Michael
Spaghettiessen Spiele

Sonntag, 19. Mai, 9.30 Uhr
KAB Gottesdienst mit anschl. Frühschoppengespräch
Gemeindesaal St. Michael

Sonntag, 21. Juli, 10.45 Uhr nach dem Gottesdienst
Gartenfest in St. Elisabeth
Gemeindesaal und Garten St. Elisabeth

Samstag, 31. August, ab 16.30 Uhr
Sommerfest bei der Kirche St. Michael
St. Michael Grunbach

Samstag, 28. September, 20 Uhr
Benefizkonzert „Rock unterm Turm“
Gemeindesaal St. Elisabeth Geradstetten

Montag, 11. November, 18 Uhr
St. Martinsfeier mit Umzug Kirche St. Michael

Samstag, 23. November, 14.30 Uhr
Frauennachmittag Gemeindesaal St. Michael

Freitag, 06. Dezember, 18.30 Uhr
Rorate-Gottesdienst mit anschl. Adventsfeier
Kirche und Gemeindesaal St. Michael

 


Die KAB Remshalden bietet unter Rat und Hilfe folgende Gesprächstermine im Gemeindesaal St. Michael Grunbach, Goethestr. 1, an:

jeweils Mittwochs am:
Rat und Hilfe Termine 2019:
06. Februar
03. April
05. Juni
04. September
06. November

S-Bahn:
S2, Haltestelle Grunbach, Ausgang Bahnunterführung, links in die Bühlstraße, führt direkt zu St. Michael.

Rat und Hilfe ist eine Initiative von Frauen und Männern, die sich in den sozialen Fragen des Lebens auskennen. Wir fühlen uns im Besonderen den Aussagen der katholischen Soziallehre verpflichtet. Wir unterstützen Sie beim Ausfüllen von Anträgen und informieren Sie ausführlich für / bei

      - Rente, Rentenwiderspruch
      - Rehabilitationsmaßnahmen
      - Krankheit und Pflege
      - Arbeitslosigkeit
      - Jugendhilfe.

Wir bieten Ihnen eine angenehme Umgebung, Vertraulichkeit und immer einen Ansprechpartner. Unsere Informationen sind kostenlos und ohne weitere Verpflichtung.


„Fairer Handel – jetzt !“

Du, ich, wir, Sie haben es mit in der Hand als Konsumenten die Lebens-und Arbeitsbedingungen von Millionen von Menschen zu ändern.

Niemand sollte einen Lohn erhalten, von dem die eigene Familie nicht ernährt oder Kinder nicht in die Schule geschickt werden können.

Mit unseren täglichen Kaufentscheidungen können wir selbst bestimmen, welchen Wert wir guter Arbeit zukommen lassen.

Die KAB engagiert sich für faire Löhne, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Handelsbeziehungen.

Mehr Gerechtigkeit durch fairen Handel!

Der faire Handel ist die Antwort auf ungerechten Welthandel.

Existenzsichernde Löhne, wirtschaftsübliche Preise und humane Arbeitsbedingungen helfen, die Situation benachteiligter Menschen weltweit zu verbessern.

So kann in Bildung, Gesundheit oder in die Umstellung auf Bio-Anbau investiert werden.

Fairer Handel

- verbessert Arbeitsbedingungen

- schützt die Umwelt

- bekämpft Armut

- fördert soziale Projekte

- wirkt partnerschaftlich

- schafft Perspektiven

Die KAB der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich als Schwerpunkt ihrer Aktion Ostafrika gewählt.

In ihrer Petition wird die EU- Kommissarin Malmström aufgefordert, das Wirtschaftspartnerabkommen mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu stoppen und den Dialog für faire Handelsbeziehungen zu öffnen.

Über 100.000 Menschen unterstützen diese Petition.

Bereits seit 2002 verhandeln die Länder der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) mit der Europäischen Union über EPAs (Abkommen über wirtschaftliche Partnerschaft mit der EU), die ihnen den zollfreien Warenexport in alle EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen soll.

Die KAB tritt dafür ein, dass zukünftige Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika verbindliche Vereinbarungen zu Handel und nachhaltiger Entwicklung enthalten, darunter auch bindende und einklagbare Regeln zumindest der ILO-Kernarbeitsnormen(die internationale Arbeitsorganisation = ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen), der wichtigsten Umweltschutzkonventionen und des Pariser Klimaschutzabkommens.

Handeln auch wir im Geiste Jesu: „Amen ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).

So grüße ich Sie herzlich

Gott segne die christliche Arbeit!

Ihr

Diakon Bernd-Günter M. Barwitzki,ofs

 

65 Jahre KAB Remshalden

65 Jahre – und es ist noch lange nicht Schluss

65 Jahre – ein Rückblick

Am 03.November 1954 gründeten 14 junge Männer in Grunbach eine Werkvolkgruppe und wählten Franz Schnek zu ihrem Vorsitzenden. Ein Gründungsmitglied Joseph Stöhr weilt noch heute unter uns.

Herr Kurat Franz Fleischer wurde am 09. November 1954 von Bischof Carl Josef Leiprecht zum ersten Präses ernannt. Der Fokus der Arbeit lag im Bildungsbereich, z.B. Lastenausgleichsgesetz, Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen und das Kennenlernen der Grundlage: Die katholische Soziallehre.

1962 zählte die Gemeinschaft 25 Mitglieder und nach dem Tod von Franz Schnek und Pfr.Fleischer übernahmen als Führungsduo Alois Gerlich als Vorsitzender und Pfr. Josef Diemer als Präses die Gruppe. Die Kirchenbauten St. Michael und St. Elisabeth erforderten viel „manpower“ und die Bildungsarbeit mit politischen, wirtschaftlichen und religiösen Themen bildeten die Schwerpunkte der Arbeit. Nach Höhen folgen oftmals Tiefen. Die Mitgliederzahl schrumpfte auf 16 Mitglieder. Gisela Diegelmann beschreibt die Situation in der 40- jährigen Festschrift folgendermaßen: „Es herrschte eine Zeit der relativen Funkstille. Im Februar 1977 gab es gleichzeitig drei Beitritte, plötzlich war die KAB wieder in.“

1977 wird Helmut Müller Vorsitzender und Pfr. Erhard Zoller Präses. Noch im gleichen Jahr konnte das 50. Mitglied begrüßt werden – eine Frau.

BM Kübler schreibt 1979 zum 25-jährigen Jubiläum: „Die Verwirklichung christlicher Grundsätze im Alltag, in unserem vielschichtigen Berufsleben und in der anonymen Arbeitswelt der modernen Gesellschaft ist eine lohnenswerte aber auch schwierige Aufgabe.“

Beim 30-jährigen Jubiläum wurde das 100.Mitglied begrüßt – wieder eine Frau. Schwerpunkte der Arbeit waren: „Raten und Helfen“, ein niederschwelliges Angebot zur Hilfe für Arbeitnehmer; der Aufbau der Partnerschaften nach SAN Jose´ in Guatemala zu Pater Cesar.

1992 übernahm Gisela Diegelmann den Vorsitz und Präses wird Pfr. Frank L. Mattes. Die bisherige Arbeit wird erweitert. Es gibt Angebote für junge Familien, Kinderbetreuung, Exkursionen, Martinsumzug und Kinderolympiade. 1998 legte Gisela Diegelmann ihren Vorsitz nieder nicht ohne mahnende Worte. Sie wies auf die große Zahl von Menschen ohne Arbeit hin.

„Eine Zahl, die Angst macht. Jeder Arbeitslose ist ein Schicksal. Arbeitslosigkeit

bedeutet Armut und Ausgrenzung. Die KAB muss die Not erkennen und darauf hinwirken, der Gesellschaft ein menschliches Gesicht zu geben.“

Als Nachfolger wurde der 41-jährige Sauerländer Norbert F. Wenzel gewählt. Im selben Jahr beteiligte sich die Gruppe am Partnerschaftsmodell des KAB – Landesverbandes für die Diözese Masaka in Uganda. Partnergruppe wurde Boyoga.

Finanzierungsmöglichkeiten waren neben dem seit den 80 -ziger Jahren aktiver Bastelkreis, der Solidaritätssonntag, ein Familiensonntag mit Gottesdienst und großem Fußballtunier.

BM Norbert Zeidler schreibt zum 50 jährigen Jubiläum 2004: „Aus diesem kleinen Kreis engagierter Männer entwickelte sich im Laufe der Zeit die Katholische Arbeitnehmer Bewegung Remshalden, die sich als politische Interessenvertretung der Arbeitnehmer auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene sieht. Die KAB steht für eine soziale Familienpolitik mit gesicherter Arbeit und Rente und bringt auf diesen gesellschaftspolitisch eminent wichtigen Feldern Einfluss und Kompetenzen ein“.

Heute ist die KAB aus der Kirchengemeinde und aus der bürgerlichen Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Im Bezirksvorstand waren und im Landesvorstand und im Bundesvorstand sind Mitglieder unserer Ortsgruppe tätig.

Nur zur Erinnerung: Im letzten bürgerlichen Gemeinderat waren parteiübergreifend 3 KAB-Mitglieder tätig, davon waren 2 Mitglieder stellvertretende Bürgermeister. Im z.Zt. bestehenden Gemeinderat sind noch 2 Mitglieder tätig.

Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz wirkt die KAB von Remshalden bis heute.

-und es ist noch lange nicht Schluss – ein Ausblick

Durch die immer ausgefeilteren Technologien verändert sich die Arbeitswelt rasant.

Traditionelle Berufe verschwinden – neue entstehen! Veränderungsprozesse begleiten die Arbeitswelt. Es stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt dann noch der arbeitende Mensch?

Darum ist es heute und in der Zukunft wichtiger denn je, dass die KAB an der Seite der Menschen in der Arbeitswelt ist: denn die Digitalisierungsprozesse lösen häufig Befürchtungen aus.

Festzuhalten ist: Die Digitalisierung braucht jede Menge hochqualifizierter Menschen aus dem IT-Bereich, der Entwicklung, des Designs und des Marketings. Hier gibt es viele offene Stellen.

Gleichzeitig erleben wir im regionalen Raum deutlich die Veränderung der Automobilindustrie durch die Umrüstung auf Elektrofahrzeuge.

Es stellt sich die Frage: Welche Jobs stehen den Arbeitnehmern zur Verfügung, die bisher taktgebunden und im Akkord einfachste Arbeit abgeliefert haben?

Für die KAB gilt: Die Arbeitnehmer müssen wieder das „Lernen“ lernen und bereit sein sich weiterzubilden und zu qualifizieren, da ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu befürchten ist. Aus aktuellen Presseberichten entnehmen wir, dass die konjunkturellen Aussichten in BW sich immer stärker eintrüben. Jede vierte Firma in der Region streicht Stellen.

Um so mehr gilt es ein „Digital-Proletariat zu verhindern“, denn durch die Solo-Selbstständigkeit und die Zunahme der prekären Arbeitsbedingungen steigt diese Gefahr. Ein existenzsichernder Mindestlohn von z.Zt. 13,69 Euro ist hier Voraussetzung.

Zwei Grundpositionen gilt es zu beachten:

Die Anerkennung des Vorrangs der Person über der Sache, sowie die Anerkennung der Arbeit über dem Kapital.

So ist Arbeit ein personaler Wert, ein sozialer Wert und ein familiärer Wert.

Unter diesen Voraussetzungen sehen wir die Chancen der Digitalisierung. Wir müssen aber auch von ihren Risiken reden. Digitalisierung darf nicht zur Entgrenzung der Lebens- und Arbeitszeit führen. Deshalb sollte in der Arbeitszeitgesetzgebung der arbeitsfreie Sonntag und der 8 Stunden Tag in der digitalen Arbeitswelt festgeschrieben sein.

Betriebsverfassungsgesetz und Unternehmensverfassung müssen ausgebaut werden unter Einbeziehung der Berufsverbände, der Kammern, der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften.

Das Steuersystem gehört geändert. Personalintensive Betriebe müssen entlastet und gleichzeitig Digitalisierungsgewinner stärker belastet werden. Gleichzeitig muss eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden.

Arbeit ist zudem auf der Grundlage der christlichen Botschaft Teil des Schöpfungsauftrages Gottes.

Die sichtbaren Umweltzerstörungen und die spürbare Klimaveränderung und ihre Folgen machen deutlich: Schädigen wir unsere Lebensgrundlagen und wird die göttliche Schöpfung weiter schamlos ausgebeutet, leidet der Mensch und seine Arbeit, die menschliche Gemeinschaft und kommende Generationen.

Anders Arbeiten heißt anders wirtschaften. Deshalb setzen wir uns mit der Tätigkeitsgesellschaft für alternative Wirtschaftsformen ein; für eine „Ökonomie der Gerechtigkeit.“ Soziales, Ökologie und Ökonomie sind untrennbar miteinander verbunden. Nachhaltig leben und arbeiten müssen Hand in Hand gehen.

Die Digitalisierung muss helfen ökologische Ziele zu erreichen. Mit einer Unternehmenshaftung in den Lieferketten soll ein erster Schritt zu Umwelt- und Arbeitsstandards erreicht werden, die ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen.

Garantiertes Grundeinkommen ist entscheidend für ein menschenwürdiges Leben in einer digitalen Arbeits- und Wirtschaftswelt.

Zusammenfassung:

In unserer Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum der KAB in Remshalden fragen wir: Ist der Kapitalismus zu zähmen?

Heute müssen wir feststellen: Es besteht die Gefahr, dass der Kapitalismus die Digitalisierung in seinem Sinne instrumentalisiert. Der Kapitalismus ist ein spalterisches System. Das Gemeinwohl musste und muss ihm immer wieder abgetrotzt werden, z.B. durch die Soziale Marktwirtschaft. Seine Triebfeder ist die Gier nach immer mehr. So ist auch die provozierende Aussage von Papst Franziskus zu verstehen: „Diese Wirtschaft tötet.“

Von Teilen im Sinne der Bibel hat man an Banken, Börsen und in den Konzernen noch nie etwas gehalten und deswegen ist es mit 65 Jahren KAB-Arbeit „noch lange nicht Schluss“.

Diakon i.R., Bernd-Günter M. Barwitzki,ofs


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